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Erste Hilfe bei Grill-Unfällen


von Prof. Hademar Bankhofer

Etwas gehört zum deutschen Sommer wie der Eiffelturm zu Paris: das Grillen, eines der beliebtesten Sommervergnügen der Deutschen. Am Grill wird aus dem besonnenen Mann ein Draufgänger – jedenfalls wenn man die Berichte von Ärzten über steigende Zahlen von Verbrennungen beim Grillen hört. Wenn man sich also am heißen Eisen des Grillrosts oder an der glühenden Holzkohle eine schmerzende Brandwunde zugezogen hat, tut rasches Handeln Not:

  • Die erste und wichtigste Maßnahme: 15 bis 30 Minuten lang kaltes Wasser über die verbrannte Hautstelle laufen lassen, so lange, bis der brennende Schmerz nachlässt. Vorsicht: Eiswürfel und Eiswasser verstärken den Schmerz.
  • Brandblasen nicht öffnen, sie sind ein Schutz für die Brandwunde. Da darf nur der Arzt ran.
  • Nach dem Kühlen eine Hamamelis-Salbe (Apotheke) mit dem Wirkstoff Hametum auftragen. Sie wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend.
  • Bei Brandverletzungen – anders als sonst – bloß nicht auf die alten Hausmittel unserer Großmütter zurückgreifen: also niemals Öl, Essig oder Mehl auf die verbrannten Hautstellen schmieren.
  • Wenn die Hamamelis-Salbe den ersten Reiz gelindert hat, andere natürliche Mittel einsetzen, um die Heilung zu beschleunigen, z.B. Umschläge mit dem Absud von Eichenrinde: 1 Handvoll  zerkleinerte Eichenrinde (Apotheke) mit 1 Liter Wasser eine halbe Stunde lang kochen, durchseihen und etwas abkühlen lassen. Dann ein Leinentuch eintauchen, auswringen und auf die Haut auflegen.

Bitte unbedingt beachten: Bei größeren Verletzungen (betroffene Hautfläche größer als sechs Quadratzentimeter) unbedingt zum Arzt!

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