Kein Süßes, kein Fleisch, die Fastenzeit läuft – aus. Vitafil-Mitarbeiterin Hildegard Filz wollte bis Ostern verzichten. 46 Tage lang – das Experiment im Blog.
Der 46. Kartag. 46 Fastentage minus sechs Auszeit-Sonntage. Plus ein paar Mogeltage. Gestern, am Karfreitag, gab’s Fischstäbchen. Heute, einen Tag vor dem Fest, kalkulierte ich mit einem Ei. Doch zu Hause, zu Besuch bei der Familie im katholischen Rheinland, kommen Hühnerbrüstchen auf den Teller. Wie bitte? Aber Mutti! Ihre Reaktion machte mich sprachlos. Ihre Antwort garantiert hohen Perplex-Faktor: “Am Karsamstag, 12 Uhr, endet die Fastenzeit!”
Potzblitz! Eine Weisheit wie aus heiterem Himmel! Immerhin ist Jesus, der am Karfreitag starb, inzwischen in demselben. Wenn auch damals, vor 1977 Jahren, erst am Sonntagmorgen entdeckt wurde, dass sein Grab leer war. Doch diese katholische Mahlzeiten-Regel kommt mir entgegen. Meine blitzartige Weigerung ist rasch gebrochen. Das Hühnerfilet schmeckt. Dafür esse ich am Abend ein Ei.
Am Kartag Nummer 46 steige ich auf die Waage. Zwei Kilogramm weniger. Nicht viel. Dafür wiegt die Erkenntnis umso schwerer, dass Süßigkeiten nicht not tun, Schokolade in Maßen aber gesund ist und glücklich macht. Dass Fleisch nicht not tut, aber mit Salat und Gemüse und ohne Zugabe von Kohlenhydraten gesund ist und glücklich macht.
Alles mit Maß. Und alles mit dem Ziel, auf sich acht zu geben – beim Genießen.
In diesem Sinne. Alles noch mal von vorn?



