Kratzen im Hals oder Schmerzen beim Schlucken sind typische Symptome einer Erkältung. „Gegen Halsschmerzen helfen pflanzliche Arzneimittel oft sehr gut“, sagt Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Eingesetzt werden z.B. Extrakte aus Kamillen- oder Lindenblüten, aus Blättern von Salbei, Thymian oder Spitzwegerich und die Heilpflanze Isländisch Moos. Die Extrakte wirken je nach enthaltener Heilpflanze entzündungshemmend, zusammenziehend oder sie bilden eine Schutzschicht auf der gereizten Schleimhaut. Industriell hergestellte Extrakte enthalten die Wirkstoffe in höherer Konzentration als Tees, die vom Patienten selbst zubereitet werden. Pflanzenextrakte werden unter anderem als Tinktur, Saft oder nach Weiterverarbeitung als Dragees angeboten. Für Kinder kennt der Apotheker Präparate ohne Alkohol.
Wenn pflanzliche Arzneimittel nicht ausreichen, können Schmerztabletten helfen. Schmerzmittel sollten aber grundsätzlich nicht länger als drei Tage hintereinander eingenommen werden. Fink: „Rezeptfrei heißt nicht harmlos. Besonders bei Paracetamol sollten Patienten darauf achten, die Tageshöchstmenge nicht zu überschreiten, denn sonst drohen Leberschäden.“ Bei Kindern hängt die Höchstdosis vom Körpergewicht ab. Eltern können sich in der Apotheke die korrekte Menge berechnen lassen. Halten die Halsschmerzen länger als eine Woche an, tritt Luftnot auf oder sind die Beschwerden sehr stark, empfehlen Apotheker einen Arztbesuch.
Hausmittel können die medikamentöse Behandlung von Halsschmerzen unterstützen. Häufig wird mit Salbei- oder Kamillentee gegurgelt. Wer Salzwasser bevorzugt, kann einen viertel Teelöffel Salz in einem Glas kaltem oder warmem Wasser auflösen. Auch das Lutschen von Bonbons oder Heiße Zitrone lindern leichte Halsschmerzen. Unterstützend sollten Betroffene viel trinken, nicht rauchen und ggf. die Raumluft befeuchten.
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