Vollmilch schützt vor Diabetes

Wer regelmäßig fettreiche Milch trinkt, erkrankt seltener an Typ-2-Diabetes

Milch ist schon lange für seine gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. In ihr stecken fast alle unentbehrlichen Aminosäuren, dazu Kalium, Magnesium und Jod. Außerdem ist der Reichtum der Milch an Kalzium schon fast sprichwörtlich. Kein anderes Lebensmittel enthält mehr von diesem Stoff, der für den Aufbau von gesunden Knochen und Zähnen unerlässlich ist. Nach den Ergebnissen einer neuen Studie an der Harvard-Universität muß nun auch die Fettsäure zu den besonders wertvollen Bestandteilen der Milch gezählt werden. Bei Untersuchung der gesundheitlichen Wirkungen von Milchkonsum stellten die Wissenschaftlern bei Beobachtung von 4.000 Teilnehmern über 20 Jahre fest, dass diejenigen von ihnen, die reichlich Milchprodukte konsumiert hatten, seltener an Diabetes erkrankten.

Als Ursache dieses Effektes machen die Harvard-Forscher die im Milchfett enthaltene trans-Palmitoleinsäure aus. Diese Fettsäure mit 16 Kohlenstoffatomen und einer Doppelbindung findet sich auch in allen Milchprodukten, wie Käse, Joghurt und Butter. Bei den Probanden der Studie, die viele dieser Milchprodukte über den zwanzigjährigen Studienzeitraum zu sich nahmen, konnte eine weitaus geringere Rate an Adipositas und Insulinresistenz festgestellt werden. Außerdem waren die Cholesterinwerte sehr viel günstiger als bei den anderen Studienteilnehmern. Vor allem erkrankten sie aber weitaus seltener an Typ-2-Diabetes. Bei den höchsten Werten war das Risiko um 60 Prozent geringer als bei den niedrigsten.

Da die Konzentration der trans-Fettsäure in fettreicher Milch höher ist, sollte der häufige Rat von Ernährungsexperten, eher zu einer fettreduzierten Milch anstatt zur Vollfettmilch zu greifen, überdacht werden. Ebenso muß wohl jeder umdenken, der Fett generell als schädlich ansieht.


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