Stellen Sie sich vor, sie frieren nicht mehr…

Wetterpapst Jörg Kachelmann hat es verkündet: Die Temperaturen werden in den nächsten Tagen zweistellige Minuswerte erreichen. Natürlich lässt sich die Heizung bis zum Anschlag aufdrehen, doch mit zunehmender Wärme im Wohnzimmer sinkt der Sauerstoffgehalt. Deshalb hier einige Tipps, wie Sie mit minimalem Aufwand und kleinen Tricks Ihr körpereigenes Wärmekraftwerk auf Touren bringen können.

Übung 1: Legen Sie sich flach auf den Rücken, am besten auf eine Decke oder einen weichen Teppich. Die Arme lang neben dem Körper ausstrecken, die Füße kippen von selbst leicht nach innen oder außen. Augen schließen, langsam und tief über den Bauch atmen. Sagen Sie leise, aber vernehmlich mehrmals: „Ich bin ruhig, ich bin ganz ruhig.“ Nach etwa einer Minute denken Sie: „Die Arme werden schwer, die Beine werden schwer.“ Wiederholen Sie diese Sätze mehrmals – aber nur in Gedanken. Nach einer weiteren Minute denken Sie: „Die Arme sind warm, sie sind schön wohlig warm; die Beine sind schön warm.“ Sie werden spüren: Es klappt wirklich. „Selbstsuggestion“ nennt der Fachmann das, und sie gehört zum autogenen Training.

Übung 2: Jetzt beginnen die körperlichen Übungen. Der „Kraftstand“: Stellen Sie sich auf einen weichen Teppich, die Füße so weit auseinander, wie Ihre Schultern breit sind. Gehen Sie leicht in die Hocke: Knie leicht einknicken, Oberkörper etwas nach vorn beugen. Jetzt die Arme nach oben anwinkeln und die Fäuste ballen. Spannen Sie Ihre Bizeps an und senken das Kinn Richtung Brust. Dann plötzlich die Arme mit Fäusten nach oben strecken; dabei tief ausatmen und den Bauch möglichst weit einziehen. Danach die Arme langsam wieder runter nehmen und tief einatmen. Dabei mehrfach die Bizeps anspannen. Diese Übung wiederholen, bis sich in Armen und Oberschenkeln eine wohlige Wärme breit macht.

Übung 3, der Einbeinstand: Gehen Sie wie bei Übung 2 vor. Wenn Sie die Arme nach oben gestreckt haben, beugen Sie Ihren Oberkörper so weit nach vorn, dass Sie dabei auf einem Bein stehen können. Linkes Bein, rechtes Bein, immer abwechselnd, etwa zehn Mal. Dabei am Anfang nicht übertreiben, immer auf die Balance achten.

Übung 4, das „schwebende Bein“: Setzen Sie sich auf ein weiches Kissen, die Beine gerade im spitzen Winkel von sich gestreckt. Heben Sie nun das linke Bei etwa 15 bis 20 Zentimeter an, das rechte Bein wird angewinkelt und steht auf dem Boden. Heben Sie die ausgestreckten Arme bis über den Kopf und pressen Sie die Handflächen an einander. Dann dasselbe mit dem rechten Bein. Während Sie die Arme heben: tief einatmen, beim Armesenken ausatmen.

Übung 5, „schwebende Beine“: Eine ähnliche Übung wie die 4, allerdings haben Sie beide Beine ausgestreckt gleichzeitig 20 Zentimeter an – das aber erst dann, wenn Sie Übung 4 zur Genüge geübt haben.

Der Vorteil dieser Übungen: Sie müssen nicht raus in die feuchte Kälte, und ins Schwitzen kommen Sie auch nicht. (übernommen von „Wohlfühlen“, Beilage der Süddeutschen Zeitung Nr. 4, Dezember 2009)


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