Gute Nacht – Wie man gesund schläft

Gesunder Schlaf ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um sich gesund, leistungsfähig und wohl zu fühlen. Dass wir rund ein Drittel unseres Lebens damit verbringen, zeigt, wie wichtig Schlaf für den menschlichen Organismus ist. Man merkt es vor allem dann, wenn man einmal keinen oder keinen ausreichenden Schlaf hatte. Übermüdung sorgt für Konzentrationsschwierigkeiten, schwächt das Immunsystem, steigert das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle und löst immer wieder schwere Unfälle aus.
Wer schon mal nachts wach gelegen hat und stundenlang nicht einschlafen konnte oder wer immer wieder aufwacht und früh nur schwer aus dem Bett kommt, muss nicht sofort zum Arzt gehen oder zu Tabletten greifen. Oft reicht es aus, Kleinigkeiten zu beachten, um wieder gut schlafen zu können.

Guter Schlaf beginnt im Magen

Ein voller Magen schläft nicht gern. Wer spät abends noch viel schwer Verdauliches ist, wird nur schlecht schlafen. Ein ideales Abendessen enthält viele Eiweiße, da sie leicht verdaulich sind. Verzichten sollte man möglichst auf Kohlenhydrate (Kartoffeln, Nudeln). Sie fördern die Freisetzung des Hormons Serotonin und das lässt einen schlecht einschlafen. Auch Kaffee, Cola, schwarzen und grünen Tee sowie größere Mengen Alkohol sollte man vor dem Zubettgehen meiden.
Sportlicher Betätigung sollte man in ausreichendem Abstand zur Nachtruhe nachgehen. Die Bewegung stimuliert das Nervensystem und lässt einen nicht zur Ruhe kommen.
Das Bett sollte man allein dem Schlaf vorbehalten. Wer schlecht schläft, sollte dort nicht essen, lesen oder fernsehen. Nur so kann der Körper mit dem ins Bett gehen den Reflex ‚schlafen’ assoziieren.

Auf den Rhythmus kommt es an

Ein regelmäßiger Schlafrhythmus ist das A und O. Das merkt man immer dann, wenn man diesen Rhythmus am Wochenende durchbricht und dann am Montag mit einer Art Jetlag zu kämpfen hat. Wer nicht einschlafen kann, sollte sich nicht im Bett herumwälzen und gebannt auf den Radiowecker blicken, sondern etwas Beruhigendes tun, wie langsame Musik hören oder nach draußen gehen und frische Luft schnappen. Ein Glas mit warmer Milch und Honig oder Wechselbäder können beim Einschlafen helfen. Auch Beruhigungstees aus Baldrian, Hopfen und Melisse sind empfehlenswerte Hausmittel. Bevor man zu medizinischen Einschlafhilfen greift, sollte man unbedingt einen Arzt konsultieren.

Schlafapnoe – Wenn schnarchen krank macht

Tatsächlich gibt es Krankheiten, die einen gesunden Schlaf beeinträchtigen. Eine der häufigsten ist die so genannte Schlafapnoe, eine krankhafte Form des Schnarchens. Dabei fällt der obere Teil der Luftröhre zusammen und es kommt zum Atemstillstand. Mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Schlafapnoe. Sie sind tagsüber oft müde, schlafen plötzlich ein und fallen in Sekundenschlaf. Häufig leiden Apnoe-Patienten unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und haben ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Helfen kann in solchen Fällen ein Schlafmediziner. Für die Diagnose werden die Atmungs- und Kreislaufwerte des Patienten elektronisch aufgezeichnet. Bei Auffälligkeiten kann es sein, dass der Patient in ein Schlaflabor muss. Lautet die Diagnose eindeutig: Schlafapnoe, bekommt der Patient eine Maske, die während der Nacht kontinuierlich Luft in die Nase leitet. Dadurch wird ein Kollaps der Atemwege verhindert. Bei leichten Krankheitsformen genügt oft eine Schnarchprothese, die den Unterkiefer um wenige Millimeter nach vorne verlagert.

Christian Zielke


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