Fröhliche Nahrung für trostlose Tage

Von Prof. Hademar Bankhofer 

Herr Prof. Bankhofer, der dunkle Herbst macht Tausende, wenn nicht gar Hunderttausende, depressiv. Man weiß nicht genau, ob man müde ist oder eine Krankheit ausbrütet. Lässt sich etwas dagegen tun?
Bankhofer: Wir haben, auch wenn wir nicht bis zum Frühling in warme Gefilde fliehen können, etwas Sinnvolles tun. Wir sollten fröhlich machende Nahrung zu uns nehmen. Auch wenn das im ersten Moment ungewöhnlich klingt – es ist so. Es gibt Essen und Trinken, mit dem wir an tristen Tagen unsere Laune bessern und depressive Stimmungen abbauen können.

Was haben Sie da für ein Geheimnis?
Es sind ganz einfache Tricks. Wir müssen Naturprodukte in den Speiseplan einbauen, die uns helfen, verstärkt köpereigene Glückshormone zu prduzieren: Serotonin, Dopamin, Norepinnephrin und viele andere sogenannte Endorphine. In der schönen Jahreszeit bilden sich diese Glückshormone allein schon durch Sonne, Licht und Wärme.

Und Essen kann den Sommer ersetzen?
Ein bisschen schon. Greifen Sie jetzt oft zu einer reifen Banane. Am Besten zwei- bis dreimal am Tag. Sie enthält die natürlichen Hormone Serotonin und Norepinnephrin und viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die positiv auf Nerven und Gemüt wirken. Und sie sorgt dafür, dass unser Organismus selbst verstärkt Serotonin herstellt. Banane macht wirklich Lebensmut und gute Laune.

…und wenn man Bananen nicht mag?
Kaufen Sie Gebäck mit Anis. Anis macht fröhlich und vertreibt negative Gedanken. Das wussten schon die alten Ägypter. Mischen Sie sie einen Gute-Laune-Tee aus Fenchel, Anis und Kümmel zu gleichen Teilen. Ein gehäufter Teelöffel wir mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Acht Minuten ziehen lassen, durchsieben, lauwarm mit etwas Honig trinken. Auch Rosenblütenblätter-Tee macht bessere Laune. Einen Esslöffel aus der Apotheke in eine Tasse gießen, kochendes Wasser drauf, 8 – 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Mit etwas Honig süßen.

Was eignet sich besonders gut für unterwegs?
Kauen Sie Rosinen und Datteln. Sie tanken damit nicht nur zahlreiche Spurenelemente und Mineralstoffe. Sie können damit auch Ihr Gehirn positiv beeinflussen und auch wieder Glückshormone aktivieren. Die Trockenfrüchte eignen sich vor allem für Autofahrer, die an düsteren Tagen besonders schlechte Laune haben und dadurch in ihrer Fahrtüchtigkeit eingeschränkt sind.

Können wir uns auch das Sonnen-Vitamin D aus der Nahrung holen?
Unser Körper produziert das Vitamin D durch Sonneneinstrahlung in der Haut. Es fördert die Bildung von Glückshormonen. Scheint keine Sonne, können wir kein Vitamin D herstellen. Also müssen wir es aus der Nahrung holen. Das ist nicht so leicht. Vitamin D in interessanten mengen liefern vor allem Meeresfisch und Pilze. Es gibt da so eine Faustregel: 200 Gramm Champignons ersetzen zwei Tage Sonnenschein. Sie sehen: Die Natur hält einiges für uns bereit, das  uns fröhlicher durch den Winter bringt.

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