Herzinfarkt und Schlaganfall: Die Opfer werden immer jünger

 Herzinfarkte sind schon länger bei 40- bis 50-Jährigen keine Seltenheit mehr, mittlerweile ist aber auch ein Drittel der Schlaganfallpatienten noch im erwerbsfähigen Alter. Der Grund: Die Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, Fett- und Stoffwechselstörungen treten heute deutlich früher auf, als noch vor 20 oder 30 Jahren.

“Im Vergleich zu älteren Menschen erleben jüngere das Geschehen als besonders tragisch”, sagt der Psychosomatiker Professor Karl-Heinz Ladwig vom Helmholtz-Institut München im Patientenmagazin “HausArzt”.

Die Betroffenen haben sich meistens noch gar nicht mit diesen Krankheiten beschäftigt und machen jetzt alle seelischen Stadien von Angst über Zweifel, Zuversicht, Zukunftsplanung und Vergangenheitsbewältigung durch.

Nach einem Herzinfarkt sind körperliche Einschränkungen zum Glück oft gering, beim Schlaganfall bleiben nicht selten Handicaps, die den bisherigen Lebensentwurf infrage stellen. Auf beide Patientengruppen sind Reha-Institutionen heute gut vorbereitet. Ziel ist, wenn möglich, eine Rückkehr ins Arbeitsleben. Nach einem Infarkt gelingt dies häufiger, aber auch rund zwei Drittel der Schlaganfallpatienten werden wieder erwerbsfähig.


Ähnliche Themen

  • Wein tut auch Kranken gut
    Gute Nachrichten für Weintrinker: ein bis zwei Gläser täglich  verringern das Sterberisiko und schützen vor Herzinfarkten. Auch Menschen, die schon einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten haben, profitieren von der gesunden Wirkung des Weins....
  • Der große Prostata-Irrtum
    In den USA richten sich immer mehr Wissenschaftler gegen den PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs. Richard Ablin, Professor für Immunbiologie an der University of Arizona, hatte das PSA 1970 entdeckt und spricht sich nun gegen die flächend...
  • Arriba hilft bei der Entscheidung
    Größe, Alter, Gewicht, Blutdruck, Blutzucker, Blutfettwerte - aus Werten wie diesen kann ein Arzt heute die relativen Risiken für Herzinfarkt oder Schlaganfall bei einem Patienten bestimmen. Wie ändern sich diese aber, wenn der Patient seinen Lebe...
  • Herzinfarkt dank Hausarzt
    Viele Herzinfarkte und Schlaganfälle könnten vermieden werden, wenn Hausärzte stärker auf die Blutfettwerte ihrer Patienten achten würden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität Lübeck, über die die 'Welt' berichtet. Untersucht wurden ...
  • Volkskrankheiten der Deutschen (2): Herz-Kreislauf
    Diabetes, Depression, Bluthochdruck: Volkskrankheiten sind auf dem Vormarsch. Auf ihrer Spur sind derzeit Leipziger Forscher: Bis 2013 sollen 25.000 Bundesbürger, krank oder gesund, freiwillig untersucht werden. Das Mammutprojekt „LIFE“ findet im ...
  • Schlaganfall: Zahlen werden dramatisch steigen
    Gerade am heutigen Weltschlaganfall-Tag kommen dramatische Zahlen: Denn jedes Jahr erleiden weltweit bis zu drei Millionen Menschen mit Vorhofflimmern einen Schlaganfall. Das ist ein Schlaganfall mit all seinen dramatischen Folgen alle zehn Sekund...
  • 10. Mai: Bundesweiter Tag gegen den Schlaganfall
    Deutschland hat eines der leistungsfähigsten Gesundheitssysteme der Welt. "Noch", sagt Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, "denn in Sachen Schlaganfall droht dem System der Kollaps, wenn wir nicht bald...
  • Altern als Chance
    Endlich Zeit, Muße und selbst entscheiden, was man tut. Alt zu sein hat nach Ansicht der meisten Deutschen einiges für sich. Nicht einmal jeder zweite Deutsche (46,9 Prozent) verbindet das Thema Alter und Älterwerden vorwiegend mit gesundheitliche...
  • Altersbedingtes Schwinden der Muskeln lässt sich bremsen
    Selbst wer bis ins hohe Alter trainieren würde wie Klitschko, müsste mit einem Schwund der Muskulatur leben. Bis zum 80. Lebensjahr nimmt die Muskelmasse natürlicherweise um rund 25 Prozent ab, Fettgewebe nimmt dagegen zu. Inaktivität beschleu...
  • Steife Rheumafinger wecken
    Viele Rheumakranke erleben es jeden Morgen: Die Finger sind steif und dick, schmerzen und möchten am liebsten gar nichts tun. Nur nicht darauf einlassen! Gleich in der Früh sollten die Hände dann in erwärmten Kirsch- oder Rapskernen oder in wa...
  • Kopfschmerz ändert sich im Alter
    Ältere Menschen erleben Migräne-Kopfschmerzen anders als junge. So leiden sie zum Beispiel weniger an Übelkeit. "Generell verschwimmt im Alter oft die Grenze zwischen Spannungskopfschmerz und Migräne", erklärt Professor Dr. Andreas Straube, Neurol...
  • Wissenschaftler fordern Pflichtvorsorge fürs Alter
    Angesichts der Debatte über sinkende Renten fordern Wissenschaftler wie der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) Gert Wagner im aktuellen Heft des Spiegel eine gesetzliche Pflicht zur privaten Vorsorge. "Wenn man will, dass kapitalged...
  • Schlaganfall-Gefahr für Frauen: Aufklärung immens wichtig
    Ein Schlaganfall trifft Frauen oftmals härter als Männer. Aufklärung ist für sie deshalb besonders wichtig - und erfolgversprechend. Frauen werden nach einem Schlaganfall häufiger zum Pflegefall, wie eine amerikanische Studie belegte. Das hat ...
  • Mit 45 geht´s bergab
    Schon im mittleren Alter lassen die geistigen Fähigkeiten nach, ist das Ergebnis einer neuen Studie. Bislang galt als gesichert, dass die geistigen Fähigkeiten bis zum 60. Lebensjahr stabil bleiben, berichtet die "Apotheken Umschau". Das Gesun...
  • Fragebogen für das Gespräch zwischen Arzt und Patient
    Bluthochdruck ist der Risikofaktor Nr. 1 für den Schlaganfall - und leider oft eine zu große Herausforderung an die Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat deshalb Fragebögen für das Arztgespräch entwi...

Tags: , ,

Comments are closed.

Roboter für die Pflege

Arzneimittel aus dem Garten

Vitafil auf Facebook

Gesunde Ernährung

Video: Mehr Lebensqualität

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Video: Ultraschall per Smartphone

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.