Die gesetzlichen Krankenkassen haben eine neue Geheimwaffe im Kampf gegen überzogene Medikamentenpreise der Pharmaunternehmen. Das von ihnen finanzierte Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswegen (IQWiG) in Köln-Kalk hat sich zur Aufgabe gemacht, die Frage zu beantworten, ob teure Arzneimittel wirkliche Neuheiten oder nur Scheininnovationen sind. Peter Sawicki, der Leiter des Instituts, stellt mit seinen 70 Mitarbeitern die Medizin in Deutschland auf den Prüfstand und konstatiert: „Die Pharmaindustrie muss sich daran gewöhnen,
dass sie nicht mehr die Deutungshoheit bei der Bewertung von Arzneimitteln hat“. Zu einer gesundheitspolitischen Revolution könnte es durch die Ausweitung der Arbeit des Instituts ab 1. April kommen. Dann werden auch Kosten-Nutzen-Untersuchungen angestellt. Nötig ist sie laut einem Artikel der Wirtschaftswoche allemal. Denn die Ausgaben für Gesundheit steigen ständig, alleine für Arzneimittel gaben die Krankenkassen vergangenes Jahr rund 25,4 Milliarden Euro aus.
Link: Wirtschaftswoche
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Tags: IQWiG, Medikamentenpreise