Sie kommen oft als Pillen und Kapseln daher und versprechen “Gut fürs Herz” oder etwa: “Die Kur für Ihre Blase”. Sie sind keine Medikamente, sondern “Nahrungsergänzungsmittel” und viele, besonders ältere Menschen setzen zu große Erwartungen in sie, berichtet das Apothekenmagazin “Senioren Ratgeber”.
“Die Verpackung, der Name und der Beipackzettel rücken die Produkte in die Nähe von Arzneimitteln. Das ist hochproblematisch”, sagt Professor Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneikommission der Deutschen Apotheker. Nahrungsergänzungsmittel unterliegen nicht den gleichen Prüfstandards wie Arzneimittel, für sie gilt nur das Lebensmittelrecht.
Trotzdem enthalten sie oft isolierte Wirkstoffe, die nicht unkontrolliert eingenommen werden sollten. Längst ist bekannt, dass etwa überdosierte Vitamine mehr schaden als nutzen können. Wer bei sich ein Defizit vermutet, etwa Blutarmut oder einen Vitamin-Mangel, soll dies mit seinem Arzt oder Apotheker besprechen, bevor er auf Verdacht etwas schluckt, was bestenfalls wirkungslos, im schlechteren Fall aber sogar gefährlich ist.
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Tags: Medikament, Pille